Arbeit der Jobcenter sei verbesserungsbedürftig

Arbeit der Jobcenter sei verbesserungsbedürftig

Nach einem gelungenem Rutsch ins Jahr 2017, starten wir heute mit unserem ersten Beitrag.

 

Anfang Dezember übte der Bundesrechnungshof scharfe Kritik an der Betreuung und Vermittlung von Hartz-IV-Empfängern. Förderprogramme wie Ein-Euro-Jobs oder Weiterbildungsprogramme seien nur bedingt von Erfolg gekrönt. Die Ergebnisse müssen auch im Bewerberprofil dokumentiert werden, sonst sind "anschließende Vermittlungsbemühungen wirkungslos" , hieß es im Prüfbericht.

Des Weiteren ist es keine Dauerlösung "Arbeitssuchende in Maßnahmen zu verfrachten." Die Politik hakt beim Chef der Bundesagentur für Arbeit nach und möchte, dass Hartz-IV-Empfänger individueller begleitet werden. Vermittler und Kunde sollen gemeinsam eine persönlich angepasste Strategie erarbeiten, um eine Eingliederung zu ermöglichen.

Die Jobcenter seien unterfinanziert und ihnen fehle das Geld für die Förderung der Arbeitslosen. Stattdessen werden erhebliche Summen für Verwaltungs- und Personalkosten verwendet. Zu viele Kunden - zu wenig Vermittler. Laut eines Richtwertes sollen auf eine Vermittlungskraft 75 erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger unter 25 Jahren kommen. Bei Älteren stehe das Verhältnis 1 zu 150. Doch in der Realität werden diese Richtwerte weit überschritten.

Ein Teufelskreis, der ab und an aus den obersten Reihen geprüft- und wieder publiziert wird. Es gleicht einem repetitiven Theaterspiel. Am Ende sind es die Arbeitssuchenden, die mal wieder enttäuscht die Vorstellung verlassen.

© by Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V. (DSD e.V.)