Bild: Pixabay.com

Rückkehr in die Arbeitswelt: Chancen in NRW verschlechtern sich

Rückkehr in die Arbeitswelt: Chancen in NRW verschlechtern sich

Die Chancen in das Berufsleben zurückzukehren, verschlechtern sich in Nordrhein-Westfalen, so der WDR. Im letzten Jahr hat es nur noch einer von 12 Hartz-IV-Beziehern aus einer Qualifizierungsmaßnahme in das Berufsleben geschafft. Das läge, so der Kölner Diözesan-Caritasverband, unter anderem daran, dass es immer weniger Geld gebe. Allein in den Jahren 2010 bis 2015 wurden die Mittel demnach um 35 Prozent gekürzt, im Oberbergischen Kreis sogar um 45 Prozent.

Wie in anderen Bundesländern auch, versacken viele Fördermittel. Im Jahr 2015 kamen in NRW von 950 Millionen Euro für Arbeitsgelegenheiten oder geförderte Arbeitsverhältnisse nur 795 Millionen bei genau diesen Maßnahmen an. Den Rest hat die Verwaltung verschluckt. Die Leidtragenden sind die arbeitslosen Menschen.

Kritik erntet die Arbeit der Jobcenter auch immer wieder vom Bundesrechnungshof. Die Betreuung von Hartz-IV-Empfängern, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen, sei deutlich verbesserungsbedürftig, so der Prüfbericht 2016. Die Kenntnisse und Fertigkeiten, die mit hohem finanziellem Aufwand verbunden sind, seien oft nutzlos. Förderprogramme seien oft nur rein zufällig erfolgreich.

Die Kontrolleure hatten Ende 2015 fast 500 Fälle untersucht. Bei gut einem Drittel der Maßnahmen wird am deren Ende nicht darüber gesprochen, wie es nun weitergehen könne. Fördermaßnahmen lägen oft weit ab von der Realität und sollten dringend angepasst werden.

© by Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V. (DSD e.V.)