Kleinrechnerei im Alltag - Hartz-IV nicht armutsfest

Kleinrechnerei im Alltag - Hartz-IV nicht armutsfest

Aus einer vorliegenden Statistik der Deutschen Presse-Agentur geht hervor, dass jeder dritte Arbeitslose in Deutschland zu arm ist, um das tägliche Leben finanziell abzudecken. Am meisten sind Hartz-IV-Empfänger betroffen. Tag für Tag rechnen etwa 5,9 Mio. Menschen, wieviel Geld ihnen noch bleibt. Reicht es noch für ein neues Telefon, eine Tankfüllung oder Waschmittel? Wenn Existenzgüter zur Hürde werden, dann bleibt für Freizeit und Unterhaltung nichts mehr übrig. Ein trister Alltag stellt sich ein.

Wenn man sich vier von neun bestimmten Gütern oder Aktivitäten nicht leisten kann, dann liegt eine materielle Entbehrung vor, so eine Definition der Europäischen Union. Problem erkannt, doch ob 5 Euro mehr im Monat ausreichen, um den Lebensstandard zu stabilisieren ist mehr als fraglich.

Mit den aktuellen Regelsätzen, auch mit der kleinen Erhöhung zum Jahresbeginn 2017, können Arbeitslose nicht armutsfest leben. Die Teilhabe an der Gesellschaft ist nicht gewährleistet und elementare Bedürfnisse können nicht ausreichend gedeckt werden. Experten und manche Politiker fordern daher einen Regelsatz von mindestens 560 Euro im Monat. Da diese Erhöhung aber mehr als unwahrscheinlich ist, sollten Arbeitslose ihre Bescheide überprüfen lassen. Noch immer stecken viele Fehler in ihnen, die dem Bedürftigen bares Geld kosten. Kostenlose und schnelle Hilfe finden Sie, wenn Sie den SOFORTHILFE-Button anklicken. 

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