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So soll der Hartz-IV-Teufelskreis für Kinder gebrochen werden

So soll der Hartz-IV-Teufelskreis für Kinder gebrochen werden

Es ist eine Tatsache, dass Kinder, deren Eltern arbeitslos sind, schlechtere Chancen haben. Das gilt für die schulische Bildung und erst recht für den Arbeitsplatz. Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben etwa 65 Prozent der unter 25-järhigen, die von ihr betreut werden, keine Berufsausbildung. Wie soll so der Einstieg in den Arbeitsmarkt – Zeit-, Leiharbeit und Ein-Euro-Jobs ausgenommen – gelingen?

Mit einem neuen Programm, dem der Bundestag am Freitag zustimmen muss, soll das geändert werden. Vor allem soll das ständige Hin und Her der Verwaltung dieser Gruppe ein Ende finden. Bislang sind für die Jugendlichen ohne Ausbildung, deren Eltern Hartz IV beziehen, die Jobcenter zuständig. Ihre Förderung wird durch Steuermittel finanziert. Ist dies nicht der Fall, sind die Arbeitsagenturen für die jungen Menschen zuständig.

Mit dem neuen Programm sollen nun alle Jugendlichen, die keine Ausbildung haben, von den Arbeitsagenturen betreut werden. Die Mittel dafür soll aber nicht der Steuerzahler tragen, sondern die Arbeitslosenversicherung. Die hat eine Reserve von 22 Milliarden Euro auf der sie sitzt.

Da für dieses Programm einige Gesetze geändert werden müssen, wird diese Regelung bei der Zustimmung des Bundestages nicht vor Mitte 2017 greifen können. 

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