Gut, dass es sie gibt. Schade, dass es sie geben muss: die Tafeln

Gut, dass es sie gibt. Schade, dass es sie geben muss: die Tafeln

Vor 21 Jahren wurde in Deutschland der Dachverband der Tafeln gegründet. Mittlerweile sind bundesweit rund 60.000 Menschen im Einsatz, um mehr als 1,6 Millionen Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. In Deutschland gibt es mittlerweile über 900 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafelläden und Ausgabestellen. Eine schöne Sache, die aber auch zeigt, dass immer mehr Menschen in Deutschland auf Hilfe angewiesen sind.

Diese Hilfe kommt aber nicht vom Staat, sondern ist eine privat organisierte. Die Hälfte der Tafeln sind eigenständige und eingetragene Vereine, die andere Hälfte in Trägerschaft gemeinnütziger Organisationen. Der Staat selbst nimmt sich hier aus der Verantwortung und rechnet damit, dass sich Menschen für die Mitmenschen einsetzen.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Tafeln, aber auch die Zahl der unterstützten Personen gestiegen. Auch die Lebensmittel, die gespendet werden, sind mehr geworden, allerdings nicht in der Geschwindigkeit, in der die Nachfrage gestiegen ist.

Große Sorgen bereiten den Tafeln vor allem die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die bedürftig sind. Mittlerweile bieten verschiedene Tafeln eigene Kinder- und Jugendprojekte an. Am 1. Oktober werden verschiedene Tafeln am mittlerweile 10. Deutschen Tafel-Tag des Bundesverbandes teilnehmen. Wir werden am Samstag einmal wieder unsere Freunde der Tafel im sächsischen Torgau besuchen.  

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