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Gesunde Ernährung und Hartz IV – ein Teufelskreis

Gesunde Ernährung und Hartz IV – ein Teufelskreis

Alleinerziehende Mütter, die ihr mageres Gehalt aufstocken müssen, können ein Lied davon singen: Wie kann man Kinder gesund ernähren, wenn man wenig Zeit zum Kochen und noch weniger Geld zum Einkaufen hat? Die Armutsquote in Deutschland unter Kinder liegt bei 17 Prozent. Allein in Gelsenkirchen sind 40 Prozent der Kinder auf staatliche Transferleistungen angewiesen.

Die alleinerziehende arbeitende Mutter, die am späten Nachmittag ihr Kind aus der Kita abholt, hat weder die Zeit, noch das Geld durch Bioläden zu schlendern und zuhause den Kochlöffel zu schwingen. Dass es abends dann mal schnell Fertigprodukte gibt, ist verständlich, auch wenn die Mütter meist wissen, dass diese im Durchschnitt teurer sind, als das Selbstkochen. Ein deutsches Sprichwort sagt: „Ein guter Koch ist ein guter Arzt“. Aber Fertig- und Halbfertigprodukte wie z. B. Pommes, Aufbackpizza und Co. haben meist einen hohen Fettanteil und eine geringe Nährstoffdichte. Arme Kinder essen, das ist bewiesen, weniger Vollkornbrot, Obst und Gemüse. Das spiegelt sich auch in den schulischen Leistungen wieder. Ein Teufelskreis.

Der Staat hat eine Vor- und Fürsorgepflicht. Deshalb muss er eigentlich die Schulträger, Kommunen und Länder finanziell bei der Kita- und Schulverpflegung unterstützen. Aber – um ein weiteres Sprichwort zu zitieren: „Der Fresser liebt die Fresser nicht.“ Zum Thema Versorgung (Notvorrat für Krisenzeiten) hat übrigens unser Hauptverein, der DSD e. V. eine Petition gestartet. Diese finden Sie HIER.

Link: Gesunde Ernährung mit wenig Geld - so heißt eine Auswahl an Rezepten, die die Verbraucherzentrale zusammengestellt hat. 

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