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Verordnete Armut – Eiskugeln teurer als der Kinder-Tagessatz

Verordnete Armut – Eiskugeln teurer als der Kinder-Tagessatz

Der Sommer ist hier bei uns zurückgekehrt, heute werden Temperaturen bis zu 34 Grad erwartet. Wenn Kinder bei diesen sommerlichen Werten ein Eis möchten, ist das verständlich. Doch vielen Kindern, deren Eltern sich mit den Hartz-IV-Regelsätzen über Wasser halten müssen, bleibt der „Schnabel“ sauber. Denn für Kinder unter sechs Jahren sieht der Gesetzgeber gerade einmal knapp 2,80 Euro pro Tag vor. Und dieses Geld ist für Essen UND Trinken gedacht.

Wenn man sich die Eispreise so anschaut, wird wohl für die Kinder aus Hartz-IV-Familien nicht viel mehr als ein Wassereis aus dem Beutel. An den Eisdielen in den Städten kostet eine Kugel Eis zwischen 80 Cent und 1,20 Euro. Betroffene Kinder, die in der Hitze ein Eis möchten, müssen also theoretisch den ganzen nichts essen und trinken, oder darauf hoffen, dass Mama noch ein paar Euro übrig hat.

Das ist nichts weiter als gesetzlich verordnete Armut. An dieser Stelle möchten wir heute einmal Werbung machen, was wir sonst nicht tun. Aber in diesem kleinen Video wird gezeigt, wie man in ein paar Minuten leckeres Eis zuhause selbst machen kann. Und wer die Nase voll hat von dieser verordneten Armut, der schickt uns seine Bescheide zur Überprüfung. Das kostet gar nichts, bringt aber in sieben von zehn Fällen mehr Geld für die Betroffenen.

So…. und nun ab in die Küche, Eis machen. Guten Appetit.

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