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Mit Würde ins Alter klingt anders – Zwangsverrentung nimmt zu

Mit Würde ins Alter klingt anders – Zwangsverrentung nimmt zu

Da es für ältere Langzeitarbeitslose kaum Jobs gibt, nimmt die Zahl der Zwangsverrenteten ständig zu. Im Jahr 2008 waren es 10.000 63-jährige, die aus dem Hartz-IV-Bezug ausschieden, im vergangenen Jahr waren es 39.000. Dem gegenüber stehen 1.745 Hartz-IV-Empfänger, die mit 63 Jahren noch einen Job bekamen.

Wer früher in Rente geht, verliert für jeden Monat 0,3 Prozent. Das mag zunächst nach nicht viel klingen, wer aber mit einer Bruttorente von rund 1.000 Euro rechnen kann, müsste sich die Zwangsverrentung gefallen lassen. Und da machen 30 Euro mehr oder weniger im Monat viel aus.

Natürlich muss man zugeben, dass es Jobs für ältere Langzeitarbeitslose kaum gibt. Trotzdem ist die Zwangsverrentung unwürdig und erlaubt den Jobcentern sich ihrer Pflicht zur Eingliederung älterer Arbeitsloser zu entziehen.

Übrigens: Wer eine private Rentenversicherung oder eine Riesterrente abgeschlossen hat, im Alter dann aber Sozialleistungen in Anspruch nehmen muss, dem wir die Zusatzrente verrechnet. Unterm Strich also ein doppelter Verlust. Mit Würde ins Alter klingt anders. 

Immer wieder gibt es ein paar Mutige, die sich gegen diese Abschiebepraxis wehren wollen. Sie auch? Dann melden Sie sich bei uns. Wir helfen kostenlos. 

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