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Hartz IV und Armut: Schönreden hilft nicht.

Hartz IV und Armut: Schönreden hilft nicht.

Immer mal wieder wird von der Regierung und den Medien versucht, die Arbeitslosenproblematik in Deutschland mit Zahlen schön zu rechnen. Doch die Realität holt uns immer wieder ein. Immer mehr ältere Menschen stehen mittlerweile im dauerhaften Hartz-IV-Bezug. Das trifft vor allem Menschen, die älter als 55 Jahre sind. Für sie hat der Arbeitsmarkt kaum Verwendung. Innerhalb der letzten sechs Jahre ist die Zahl derer, die schon länger als vier Jahre auf Hartz-IV angewiesen sind um fast 40 Prozent gestiegen. Da hilft es auch nichts, wenn erst kürzlich von einem vermeintlichen Rückgang der Langzeitarbeitslosen die Rede war.

Wenn es den Erwachsenen schlecht geht, werden auch deren Kinder in diesen Sog gezogen. Rein rechnerisch lebt in Deutschland jedes siebte Kind in Armut. Genaugenommen sind es die Eltern, die dank Niedriglöhne und fehlender Arbeitsplätze ihren Kinder nicht bieten können, was sie haben müssten.

Ähnlich verhält es sich mit einem Thema, mit dem man in Sachen Wortwahl sehr sensibel sein muss: Ausländer und Zuwanderer. Rund ein Viertel von ihnen, so die neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) beziehen ebenfalls Hartz IV. Betroffen: Mehr als 1,5 Millionen, Tendenz steigend.

Mit Schönreden ist niemandem geholfen. Doch die Mittel, die diese Probleme in unserem Land beseitigen könnten, wollen die, die das eigentliche Sagen haben, nicht. Die Wirtschaft. Billige Arbeit = günstiges Produkt = mehr Gewinn. Deshalb appellieren wir immer wieder, wirklich jeden Bescheid des Jobcenters prüfen zu lassen. Wer Hartz IV beziehen muss, der wird oft wie ein unmündiges Kind behandelt. Und da sollten die „Kinder“ schon schauen, dass ihnen ihr „Vormund“ auch das versprochene Taschengeld bezahlt. Sie brauchen Hilfe: HIER.

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