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Verrutschte „Kommas“ und deren Auswirkungen

Verrutschte „Kommas“ und deren Auswirkungen

Sicherlich kennen Sie die Comic-Figur Popeye, den Seemann, der nach dem Verzehr einer Dose Spinat nicht nur dicke Unterarme, sondern auch schier unendliche Kraft bekam. Spinat ist gesund, ja. Deshalb mussten ihn die Kinder früher auch essen, ob sie wollten oder nicht. Natürlich wissen wir, dass das Gerücht, das 100 Gramm Spinat 35 Milligramm Eisen enthalten, falsch ist. In Wahrheit sind es nur rund 3,5 Milligramm. Da ist irgendwann einmal ein Komma verrutscht.

Das gleiche ist der BILD-Zeitung passiert, die – wissentlich oder nicht – auch ein Komma an die falsche Stelle gesetzt hat. Die BILD berichtete stolz, dass die Zahl der Hartz-IV-Dauerbezieher um 8,0 Prozent zurückgegangen sei. In Wahrheit aber – und mittlerweile hat man das auch korrigiert – sind es nur 0,8 Prozent.

Da hat man wohl Äpfel mit Birnen verglichen, was zwischenzeitlich auch ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit bestätigte. Das Springerblatt hat bis dato auf eine Richtigstellung verzichtet – und viele Journalisten erinnern sich dieser Tage wieder der Mahnung: Glaube keiner Statistik und schreibe sie um Himmels willen nicht ungeprüft ab.

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