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Wohnungen zu teuer: Hartz-IV-Empfänger wohnen in Hostels

Wohnungen zu teuer: Hartz-IV-Empfänger wohnen in Hostels
Noch vor 15 Jahren standen in  Berlin rund 25.000 Wohnungen leer. Heute sind es gerade einmal 700. Die Wohnungsnot hat im Besonderen Auswirkungen auf Hartz-IV-Empfänger. Die Wohnungen, die es noch gibt, sind für sie viel zu teuer.  Die Menschen werden also in Hostels, Pensionen oder anderen einfachen Unterkünften untergebracht. Das ist aber teuer. Die Stadt Berlin hatte im Jahr 2012 gut 3.000 Bedarfsgemeinschaften übergangsweise einquartiert, berichtet die Berliner Zeitung. Die Vermieter kassierten damals eine Pauschale. Für die Stadt war das eine Belastung von gut 2 Millionen Euro pro Monat. Heute sieht die Lage ganz anders aus: Inzwischen leben über 10.000 Bedarfsgemeinschaften in Hostels und Pensionen. Dafür werden Monat für Monat 11,4 Millionen Euro fällig. Natürlich sind die richtigen Wohnungen günstiger, auch für die Stadt. Allerdings bekommt man so gut wie keine Wohnung, was an den Berliner Richtwerten der erlaubten Miethöhen liege, so die Berliner Zeitung. Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. 
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