„Hartz-IV, das kostet mich mein Vermögen“

„Hartz-IV, das kostet mich mein Vermögen“

Wer schon einmal Hartz-IV beantragt hat, weiß, wie viel man preisgeben muss. Das Jobcenter benötigt sämtliche Informationen über das persönliche Vermögen. Egal ob Immobilien, Wertpapiere oder der Sparstrumpf. Die Grenzen von Hab und Gut sind festgelegt, um Anspruch auf Hartz-IV zu haben. Was bleibt, ist ein sogenanntes Schonvermögen, dass der Grundsicherung nicht angerechnet werden darf. Seit 1. April 2017 ist der Betrag auf 5000 Euro für alle, egal ob Ehepartner oder Minderjährige, gestiegen.

Wer sein Vermögen hingegen verheimlicht, muss bei Aufdeckung mit Rückzahlungen rechnen. In einem Fall in Baden-Württemberg verheimlichte eine Frau zwei Konten mit einem Gesamtvermögen von 24 000 Euro. Zwei Jahre nach Beantragung von Hartz-IV bekam das Jobcenter einen Datenabgleich vom Bundeszentralamt für Steuern. Darin waren die Einkünfte aus dem Kapitalvermögen ersichtlich. Das Jobcenter verlangte einen Rückzahlungsbetrag von 12 000 Euro. Die Frau klagte dagegen. Die Aussage, dass das Geld für ,,schlechte Zeiten“ wäre, lehnte das Landessozialgericht jedoch ab. Dieses Vermögen hätte sie während dieser ,,schlechten Zeit“ verbrauchen müssen.

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