Keine rosige Zukunft: Altersarmut wird weiter steigen

Keine rosige Zukunft: Altersarmut wird weiter steigen

Schon heute beträgt das Risiko der Altersarmut 16,2 Prozent. Einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge wird diese in den nächsten zwei Jahrzehnten auf 20,2 Prozent ansteigen – zumindest dann, wenn das Rentensystem keine Änderung erfährt.

Dieses Ergebnis dürfte aber kaum verwundern. Immer mehr Menschen befinden sich in flexiblen Arbeitsverhältnissen, deren Erwerbsbiografien häufig Zeiten von Arbeitslosigkeit aufweisen. Zudem wächst die Zahl der Beschäftigten mit niedrigen Löhnen. Darauf sei, so die Stiftung, das Rentensystem nicht vorbereitet.

Altersarmut würde daher besonders für Geringverdiener, Alleinerziehende, Selbständige, Langzeitarbeitslose und Bezieher von Erwerbsminderungsrenten zum Problem werden. Viele dieser Menschen befinden sich schon jetzt in der Hartz-IV-Maschinerie, wenn zum Teil auch ‚bloß‘ zeitweise oder als Aufstocker. Also getreu dem Motto: Einmal arm, immer arm.

Schuld an der Misere sind deshalb vor allem auch die vielen Mini-Jobs sowie die Leih- und Zeitarbeit oder kurz gesagt der Niedriglohnsektor. Eine angemessene Entlohnung für alle müsste her. Damit würde das Problem bereits reduziert. Zumindest ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung wäre dann nämlich weder aktuell auf Hartz-IV angewiesen, noch später im Alter auf Grundsicherung.

Doch auch für diejenigen, die dann noch immer ohne Arbeit wären, muss eine Lösung gefunden werden. Vollbeschäftigung wird wahrscheinlich für immer ein Traum bleiben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist daher unausweichlich.

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