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Vom Vollzeitjob in die Aufstockung: Alleinerziehende ohne Hortplatz für das Kind

Vom Vollzeitjob in die Aufstockung: Alleinerziehende ohne Hortplatz für das Kind

Alleinerziehende Frauen haben es nicht leicht. Dennoch gibt es viele Kämpferinnen und Arbeitstiere unter ihnen, die es immer wieder schaffen das Leben für sich selbst und die Kinder zu finanzieren. Oft leben solche Frauen in der Nähe der eigenen Eltern, die sich dann und wann auch um die eigenen Enkel kümmern können. Problematisch kann das werden, wenn die Kinder in die Schule kommen und einen Hortplatz brauchen. Im Ostteil unseres Landes ist die Situation etwas einfacher, da es hier noch eine bessere Hortstruktur in den Schulen gibt. Wer aber im Westen auf dem Land wohnt und das Kind in die Nachbarstadt zur Schule schicken muss, kann schnell ein massives Problem bekommen.

Hortplätze sind rar und in vielen Orten werden bei der Vergabe der Plätze zunächst die Geschwisterkinder derer berücksichtigt, die schon den Hort besuchen. Wer sich dann auf Hortempfehlungen der Schule allein verlässt, kann schnell in Hartz IV landen. Denn wenn der Sprössling partout keinen Platz bekommt, bleibt vielen nichts anderes übrig als ihren Vollzeitjob auf Teilzeit zu kündigen. Mit der Folge, dass dann meist das Gehalt nicht mehr reicht und die betreffende Person auf aufstockende Hartz-IV-Leistungen angewiesen ist. Und was das für Folgen hat, haben wir auf dieser Webseite schon mehrfach ausgeführt.

Auch in solchen Fällen ist der Gesetzgeber gefordert. Es fehlt ganz einfach an Hortplätzen und dem dafür notwendigen Personal. Bevor – rein rechnerisch – fünf Mütter aufstockende Leistungen beziehen müssen, weil sie keinen Hortplatz bekommen haben, könnte man auch sehr einfach eine Hortnerin einstellen. 

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