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Hartz IV ist eine Art offener Strafvollzug

Hartz IV ist eine Art offener Strafvollzug

Im März dieses Jahres hatten in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen Hartz IV bezogen, das sind so viele, wie das Bundesland Hessen Einwohner hat. Von diesen sechs Millionen leben nicht alle ausschließlich von Hartz IV. Unter ihnen sind die, die Arbeit haben, aber zu wenig Geld dafür bekommen. Dazu gehören vor allem alleinerziehende Mütter.

In der Öffentlichkeit wird die Mär verbreitet, dass wir in Deutschland die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung hätten. Gerade mal 2,5 Millionen sind als arbeitslos gemeldet, die Quote liegt bei 5,6 Prozent. Das liegt – wie schon mehrfach berichtet – an der geschönten Statistik, in der viele Arbeitslose einfach nicht erscheinen.

Menschen, denen es gut geht, haben oft sehr wenig Verständnis für die Probleme der Hartz-IV-Empfänger. Das Klischee, das manche vom Bier trinkenden Kettenraucher haben, der in Unterhemd und Jogginghose auf der Couch liegt und Kreuzworträtsel macht, mag für manche wenige zutreffen. Alle anderen aber hätten lieber heute als morgen einen Job, der ihnen genug Geld zum Leben einbringt, damit man dem „offenen Hartz-IV-Strafvollzug“ entkommen kann. Denn wer Hartz IV bezieht, muss gehorchen. Da gibt es sinnlose Maßnahmen, Ein-Euro-Jobs, Zeit- und Leiharbeit. Die meisten Stellen davon ohne den gesetzlichen Mindestlohn, da es ja für Hartz-IV-Empfänger Ausnahmeregelungen gibt.

Viele Betroffenen haben schon längst die Flinte ins Korn geworfen und akzeptieren jeden Bescheid und jede Sanktion, ohne mit der Wimper zu zucken. Doch das ist ein großer Fehler. Bescheide, auch Sanktionsbescheide sollten regelmäßig von fachkundigen Leuten geprüft werden. Auch wir bieten einen solchen Service an: Kostenlos. Klicken Sie einfach HIER

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