Hartz-IV-Bildungspaket: Nett gemeint, aber fehlgeschlagen

Hartz-IV-Bildungspaket: Nett gemeint, aber fehlgeschlagen

Das Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder aus Hartz-IV-Familien bringt augenscheinlich nicht den gewünschten Erfolg. Wie unter anderem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, nutzen es nicht einmal zehn Prozent der Bedürftigen. Sie bezieht sich dabei auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Eigentlich soll das Paket dafür sorgen, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien eine bessere soziale Teilhabe genießen können. So sieht es beispielsweise zusätzliche Mittel für Nachhilfe, Klassenfahrten, Musikunterricht, Sportvereine sowie Essen in Schule und Kita vor. Um diese zu erhalten, bedarf es eines entsprechenden Antrags.

Die diesbezüglichen Antragsformulare wurden jedoch schon vor Jahren kritisiert. Auch wurde das Paket als Bürokratiemonster deklariert. Offenbar hat sich an der Kompliziertheit bis heute nicht viel geändert. Deshalb wird in Kritikerkreisen noch immer von einem Flop gesprochen.

Die WAZ zitiert sogar den Rat für Kulturelle Bildung. Demzufolge würden bundesweit Beträge in dreistelliger Millionenhöhe ungenutzt bleiben. Zusätzlich würde das Teilhabe-Paket horrende Bürokratiekosten hervorbringen.

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