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Hartz-IV-Empfänger und die Schuldenfalle

Hartz-IV-Empfänger und die Schuldenfalle

Nur diejenigen, die nicht auf den Regelsatz angewiesen sind, können behaupten, dass dieser für ein menschenwürdiges Dasein in unserer Gesellschaft ausreichen würde. Die Grundversorgung derer, die keine Arbeit haben und auch wenig Aussichten auf eine langfristige Stelle haben, ist noch nicht einmal das, was sie verspricht: Im Grunde kann man mit dem Regelsatz niemanden versorgen, der leben und wohnen muss. Die Folge: Der Schuldenberg, den Hartz-IV-Empfänger beim Staat haben, wächst immer weiter an.

Im Jahresdurchschnitt gewähren die Jobcenter rund 80 Millionen Euro für Ausgaben in Notsituationen. Diese entstehen, wenn ALG-II-Empfänger lebensnotwendige Anschaffungen tätigen müssen. Der Regelsatz reicht dafür nicht aus. Kann man also von einer staatlichen Unterversorgung in unserem Sozialstaat sprechen? Denn die Darlehen müssen auch wieder getilgt werden. Dem Darlehensnehmer werden seine Leistungen entsprechend gekürzt (maximal 10 Prozent des Regelsatzes!), was wiederum dazu führt, dass er noch weniger Geld zur Verfügung hat. Geht dann eine Waschmaschine oder ähnliches kaputt, beginnt der Teufelskreis von vorn.

Die Hartz-IV-Gesetze tragen also – bewusst oder nicht, das sei zur Diskussion gestellt – nicht nur zur Armutsentwicklung, sondern auch zu einer wachsenden Verschuldung der sozial Schwächsten bei. Solange sich die Betroffenen also noch immer nicht auf die Straße trauen, muss man wenigstens den Jobcentern genau auf die Finger schauen und jeden Bescheid und jede Sanktion prüfen lassen. Wir helfen Ihnen kostenlos. 

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