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Jobcenterverwaltung vs. Eingliederung – der Kampf ums Geld, der keiner ist.

Jobcenterverwaltung vs. Eingliederung – der Kampf ums Geld, der keiner ist.

Eingliederung, so nennt sich der Versuch einen Menschen in eine Arbeit zu bringen, die es gar nicht gibt. Zugegeben, dieser Satz ist übertrieben, dennoch gibt der Staat für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen viel Geld aus. Allerdings kommt dieses Geld nicht immer dort an, wo es gebraucht wird. Das liegt daran, dass die Jobcenter nach den örtlichen Gegebenheiten und eigenverantwortlich diese Finanzmittel verwenden dürfen.

 Leider geben die Jobcenter in Deutschland  von dem Geld, das der Staat, und damit letztlich der Steuerzahler, zur Verfügung stellt, über 1,5 Milliarden Euro für die Eigenverwaltung statt für die Eingliederung ausgegeben. Dieser Betrag summiert sich aus rund 426 Millionen im Jahr 2013, 522 Millionen im Jahr 2014 und schließlich 605 Millionen im vergangenen Jahr.

Das Geld, das für bessere und personenbezogene Betreuung, Weiterbildung und Vermittlung von Arbeitslosen verwendet werden sollte, geht demnach für Heizkosten, Mietkosten und die Tariferhöhungen der BA-Mitarbeiter drauf. Wie schon erwähnt, ist das gar nicht illegal, da diese Finanzmittel als gegenseitig deckungsfähig deklariert sind. Allerdings kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese gegenseitige Deckungsfähigkeit ganz schön missbraucht wird. Kein Wunder also, dass Arbeitslose sehr häufig über sinnlose Fördermaßnahmen und unpersönlichen Umgang mit ihnen klagen. 

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