So beweißt Hartz IV selbst, dass es nicht funktioniert

So beweißt Hartz IV selbst, dass es nicht funktioniert

Wenn ein Hartz-IV-Empfänger einen sogenannten unabweisbaren Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts hat, bekommt er – auf Antrag – ein Darlehen vom Jobcenter. Im vergangenen Jahr waren das rund 16.761 Personen jeden Monat. Natürlich werden diese Darlehen auch zurückgezahlt und zwar mit einer Kürzung der Leistung von maximal 10 Prozent. Der Darlehensbetrag im vergangenen Jahr betrug durchschnittlich 430 Euro, ein Jahr vorher lag er bei „nur“ 365.

Da im Hartz-IV-Bezug derartige Darlehen für dringend nötige Anschaffungen wie Waschmaschine, Kleidung oder Küchengerate gewährt werden müssen, beweißt sich das System selbst, dass es nicht funktioniert. Im realen Leben kann ein Hartz-IV-Empfänger nämlich von seinem Regelsatz keine Sparleistungen erbringen, damit er im Bedarfsfall selbst etwas kaufen könnte. Und man darf nicht vergessen, dass diese Darlehen nur für wichtige Dinge zum Überleben gewährt werden. Luxusgüter können damit nicht angeschafft werden.

Leider ist es gar nicht so einfach, Mittel vom Jobcenter für dringend nötige Anschaffungen zu bekommen. Oft lohnt sich auch die Prüfung der sogenannten Mehrbedarfe und des Bescheides an sich. Denn noch immer stecken in jedem zweiten Bescheid ein oder mehrere Fehler, die dem Betroffenen bares Geld kosten. Wenn Sie Ihre Unterlagen einmal kostenfrei prüfen lassen möchten, wenden sie sich an uns.

Auch wenn der Spruch von Heiner Geißler auf unserem Foto, das wir Facebook entlehnt haben, schon etwa älter ist (sieht man an den Zahlen). Aber Recht hatte der Mann schon damals. Hartz IV ist nicht mit unserer Gesellschaft, unserer Verfassung und unserer Ethik vereinbar. 

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