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Wenn Du nicht hörst, gibt’s kein Eis

Wenn Du nicht hörst, gibt’s kein Eis

Diese pädagogisch nicht sehr wertvolle Drohung kann bei Kindern durchaus den gewünschten Effekt haben. Und auch bei Langzeitarbeitslosen wird immer wieder versucht, den Leistungsberechtigten mit Sanktionen bei „Fehlverhalten“ zu drohen. Geld sparen durch Strafen – was beim Eis klappt, funktioniert auch bei Hartz-IV-Empfängern. Jedes Jahr ist es ein dreistelliger Millionenbetrag, der den ALG-II-Empfängern vorenthalten wird. Seit 2007, so schreibt es der STERN heute Morgen, seien den Hartz-IV-Empfängern damit 1,7 Milliarden Euro vorenthalten worden. Sanktionen werden unter anderem dann verhängt, wenn Arbeitsangebote (meist im Niedriglohnsektor) abgelehnt werden, oder Meldetermine versäumt wurden.

 

Egal wie man der Sanktionspraxis gegenübersteht: jede dritte Sanktion wird zu Unrecht verhängt. Nur leider trauen sich noch immer nicht alle, gegen diese altertümliche Strafpraxis, die auch verfassungsrechtlich sehr bedenklich ist, vorzugehen. Denn wenn Geld vom garantierten Existenzminimum abgezogen wird, so ist das Existenzminimum eben nicht mehr garantiert, sondern wird unterschritten. Im Durchschnitt ist jeder dritte Widerspruch gegen einen Sanktionsbescheid erfolgreich. Deshalb raten wir immer wieder dazu, Widerspruch gegen Sanktionen einzulegen, bzw. von einem Anwalt einlegen zu lassen. Gerade, wenn es „um die Wurst“ geht und jeder Cent zählt. Wir helfen Ihnen gern. Einfach auf der Startseite unserer Blogseite SOFORTHILFE anklicken und in drei Schritten Hilfe bekommen.

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