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So zwingt der Staat Hartz-IV-Empfänger in die Schuldenfalle

So zwingt der Staat Hartz-IV-Empfänger in die Schuldenfalle

Nur diejenigen, die nicht auf den Regelsatz angewiesen sind, können behaupten, dass dieser für ein menschenwürdiges Dasein in unserer Gesellschaft ausreichen würde. Die Grundversorgung derer, die keine Arbeit haben und auch wenig Aussichten auf eine langfristige Stelle haben, ist noch nicht einmal das, was sie verspricht: Im Grunde kann man mit 404 Euro im Monat niemanden versorgen, der leben und wohnen muss. Die Folge: Der Schuldenberg, den Hartz-IV-Empfänger beim Staat haben, wächst immer weiter an.

 

Im Jahr 2015 gewährten die Jobcenter 86,4 Millionen Euro für Ausgaben in Notsituationen. Diese entstehen, wenn ALG-II-Empfänger lebensnotwendige Anschaffungen tätigen müssen. Der Regelsatz reicht dafür nicht aus. Kann man also von einer staatlichen Unterversorgung in unserem Sozialstaat sprechen? Zumindest ist es ein Teufelskreis, denn die Darlehen müssen auch wieder getilgt werden. Dem Darlehensnehmer wird der Regelsatz gekürzt (maximal 10 Prozent), was wiederum dazu führt, dass er noch weniger Geld zur Verfügung hat. Geht dann eine Waschmaschine oder ähnliches kaputt, beginnt der Teufelskreis von vorn.

 

Die Hartz-IV-Gesetze tragen also – bewusst oder nicht, das sei zur Diskussion gestellt – nicht nur zur Armutsentwicklung, sondern auch zu einer wachsenden Verschuldung der sozial Schwächsten bei. Solange sich die Betroffenen also noch immer nicht auf die Straße trauen, muss man wenigstens den Jobcentern genau auf die Finger schauen und jeden Bescheid und jede Sanktion prüfen lassen. Wir helfen Ihnen kostenlos. 

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