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Fehler, die man nicht korrigiert: Nahles’ Ein-Euro-Jobs für Asylbewerber

Fehler, die man nicht korrigiert: Nahles’ Ein-Euro-Jobs für Asylbewerber

Der deutsche Philosoph Manfred Hinrich sagte einmal: „Unkorrigierte Fehler kriegen Kinder“. Damit wollte er sagen, dass sich Fehler, die nicht korrigiert werden fortsetzen und vervielfältigen. Die Ein-Euro-Jobs sind ein solcher Fehler. Immer wieder wurde durch Studien bewiesen, dass diese Art der Beschäftigung weder Arbeitsplätze schafft, noch die betroffenen Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt integriert. Das Gegenteil ist eher der Fall, denn gerade Männer, die Ein-Euro-Jobs hatten, finden noch schlechter eine reguläre Arbeit als vorher.

 

Arbeitsministerin Andrea Nahles hatte trotz all dieser Erfahrungen aus der Hartz-IV-Vergangenheit schon im Dezember 2015 verkündet, dass sie für Flüchtlinge 100.000 Ein-Euro-Jobs schaffen will. Dafür würde sie 500 Millionen Euro ausgeben wollen. Diese Arbeitsmaßnahmen müssen aber das Kriterium der Zusätzlichkeit erfüllen. Auf gut deutsch: Damit müssen Arbeiten erledigt werden, die keiner wirklich braucht. Eine Tür zum regulären Arbeitsmarkt wird sich durch Ein-Euro-Jobs nicht öffnen, das haben viele tausende von Ein-Euro-Jobbern in der Vergangenheit schon erfahren müssen.

 

Warum also begeht man diesen Fehler erneut? Die Antwort liegt auf der Hand: Ein-Euro-Jobber tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf und man kann der Öffentlichkeit eine erfolgreiche Integrationsmaßnahme präsentieren. Wie sagt der Volksmund so schön: „Manche Leute machen Fehler. Andere sind welche.“

 

Seltsam aber ist nach wie vor, dass sich die Betroffenen gegen all die Ungerechtigkeiten, denen sie sich unterwerfen müssen, wenig unternehmen. So ist die Zahl derer, die gegen ihre Bescheide vorgehen, seit Januar kaum gestiegen. Obwohl der seit Januar gültige Regelsatz eindeutig gesetzeswidrig ist. Wo sind die mutigen, die sich wehren wollen? Wir helfen Ihnen gern und natürlich kostenlos.

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