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Ferienfreizeit - Leistungsträger muss die Kosten übernehmen

Ferienfreizeit - Leistungsträger muss die Kosten übernehmen
Das Sozialgericht in Speyer hat festgestellt, dass Kinder aus Familien, die Hartz-IV beziehen, einen Anspruch auf Kostenübernahme einer Bildungsmaßnahme haben, auch wenn diese in den Ferien stattfindet. Die Stadt Landau hatte die Bezahlung einer Freizeitveranstaltung eines Schülerhortes verweigert. Das Argument: Schon mit der Bezahlung für die Mitgliedschaft in einem Turnverein, sei das monatliche Budget für Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben verbraucht. Außerdem handele es sich bei der Freizeit nicht um einen Bildungsbedarf, da diese in den Osterferien stattfand. Die Richter des Sozialgerichts sahen dies anders.  Es handele sich hier durchaus um Kosten für Bildung, genau wie bei mehrtägigen Klassenfahrten, die ohne weitere Prüfung zu übernehmen seien. Auch sei es völlig unerheblich, ob derartige Veranstaltungen in der Schul- oder Ferienzeit stattfinden. Eine mehrtägige Freizeit eines Schülerhortes, wie in diesem Fall, sei wegen der Schulpflicht nur in den Ferien möglich (Az.: S 15 AS 857/15). Bei dem verhandelten Fall ging es um zwei Kinder, deren Mutter Hartz-IV-Leistungen bezieht. Die Stadt Speyer verweigerte die Kostenübernahme von je 55 Euro für die Grundschüler für eine Freizeit mit Übernachtung in einer Waldwerkstatt.  
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