Immer weniger geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose

Immer weniger geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose

Wie die „Welt“ unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet, ist die Zahl der geförderten Jobs für Langzeitarbeitslose massiv zurückgegangen. Seit Andrea Nahles (SPD) das Amt des Arbeits<s>losen</s>ministeriums inne hat, ging die Zahl um ein Drittel (36 Prozent) zurück. Auch wenn Nahles sich stets für den Schutz von Langzeitarbeitslosen einsetzt, so scheint es doch, als seien ihr diese Menschen letztlich egal. In den letzten zwei Jahren sank die Zahl der geförderten Jobs von 140.000 auf weniger als 90.000 von denen übrigens 76.000 Ein-Euro-Jobs sind.

Ende des Jahres 2014 hatte Andrea Nahles ein Sonderprogramm für rund 33.000 Langzeitarbeitslose initiiert; im Dezember letzten Jahres hätten gerade mal 2.278 Personen teilgenommen, so Focus.de.  Das Arbeitsministerium erklärte zwar, dass dieses Programm eine gewisse Anlaufzeit benötige, doch darf bezweifelt werden, dass es bei dieser hohen Zahl von Ein-Euro-Jobs überhaupt funktionieren kann.

In den kommenden Jahren erwartet das Ministerium zusätzlich rund 1 Million Flüchtlinge, die zusätzlich Hartz-IV beziehen werden müssen. Fast alle, die Andrea Nahles „schnell in die Arbeitswelt integrieren“ will, sprechen kaum Deutsch und haben keine relevante Ausbildung. Auf dem Arbeitsmarkt, der angeblich von offenen Stellen, Fachkräftemangel und stets abnehmender Arbeitslosenzahl bestimmt wird,  werden diese Menschen wohl kaum Chancen haben.

Zugegeben, tauschen möchte wohl niemand mit der Arbeitsministerin. Dennoch wird es höchste Zeit, der Realität ins Auge zu sehen. Das Hartz-IV-Gesetz ist kein Hilfsprogramm, sondern ein Programm zum Erhalt billiger Arbeitskräfte für Personalagenturen und Industrie. Und ein willkommenes System, den gesetzlichen Mindestlohn zu umgehen. Umso unverständlicher ist es, dass viele Hartz-IV-Empfänger ihre meist fehlerhaften Bescheide einfach hinnehmen und mit noch weniger „zufrieden“ sind, als ihnen zusteht. Lassen Sie also stets alle Bescheide und jede Sanktion fachmännisch prüfen. Bei uns, wie immer, kostenlos. 

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