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Hartz-IV-Bezug: Auch für Fachkräfte ein Teufelskreis

Hartz-IV-Bezug: Auch für Fachkräfte ein Teufelskreis
In Deutschland kann man immer wieder hören, dass die Arbeitslosenzahlen zurück gehen und dass wir einen Mangel an Fachkräften haben. Doch gerade arbeitslose Fachkräfte können diese Meldungen nicht mehr hören und bezeichnen das Geschwätz vom Fachkräftemangel als Verbal-Gepupse. In Deutschland zählen zu den über sechs Millionen Hartz-IV-Empfängern auch über 200.000 Erwerbslose mit einem Hochschulabschluss und rund zwei Millionen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Alles Fachkräfte, die sich vom Fachkräftemangel angesprochen fühlen. Doch die Realität stellt sich anders dar. Obwohl der Mangel immer wieder beklagt wird, bekommen diese Menschen eine Absage nach der Anderen. Mehr noch: Im Jobcenter hören sie oft, dass sie überqualifiziert seien. Immer wieder werden Fachkräfte auch in Leiharbeitsfirmen oder Ein-Euro-Jobs verheizt. Die Statistik, die besagt, dass man es nach einem Jahr Arbeitslosigkeit immer schwerer habe, einen Job zu finden, gilt auch für Fachkräfte. Wahrscheinlich klagen Unternehmen deshalb über mangelnde Fachkräfte, weil sie in ihren Jobangeboten auch zu viele Einzelanforderungen stellen. Beispiel IT-Branche; Ein Betriebsinformatiker hat meist auch verschiedene Weiterbildungszertifikate. Verlangt aber ein Arbeitgeber ein ganz bestimmtes, das er nicht hat, so kann er sich die Bewerbung schon sparen. Meist macht es deshalb Sinn beim Jobcenter nach Bildungsgutscheinen zur weiteren Qualifikation nach zu fragen. Die Jobcenter geben diese teuere Weiterbildung zwar nicht gerne heraus, mit dem nötigen Druck von Anwälten gelingt dies aber sehr oft. Auch in solchen Fällen können wir Ihnen helfen. 
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