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Wer Hartz-IV bezieht, darf keine Geheimnisse haben

Wer Hartz-IV bezieht, darf keine Geheimnisse haben
Wer Hartz-IV bezieht, oder beantragt, der muss eine familiären und finanziellen Verhältnisse schonungslos offenbaren. Wer glaubt mit der eigenen Angabe im Antrag sei die Sache erledigt, der täuscht sich gewaltig. Obwohl immer wieder vereinzelte Hartz-IV-Empfänger versuchen gerichtlich gegen den Datenabgleich zwischen Jobcenter und anderen Behörden (z. B. dem Finanzamt) vorzugehen, scheitern sie am Paragraph 52 des Sozialgesetzbuches II. Jobcenter prüfen die wirtschaftlichen Verhältnisse ständig, also über den gesamten Zeitraum des Hartz-IV-Bezugs. Einmal pro Quartal werden alle Daten mit verschiedenen staatlichen Stellen abgeglichen. Die Prüfung geht weit über die steuerliche hinaus; auch die Leistungen von Renten- und Unfallversicherungen werden abgeglichen. Die Jobcenter können so auch ermitteln, ob jemand so ganz „nebenbei“ noch andere Sozialhilfeleistungen bezogen hat. Bei einem Abgleich senden die Jobcenter den Behörden Name, Anschrift und Geburtsdatum des Betreffenden. Wenn z. B. das Bundeszentralamt für Steuern dann die Auskunft erteilt, dass die betreffende Person Zinseinkünfte hat, so weiß das Jobcenter automatisch, dass es ein Kapitalvermögen geben muss. Wurde dieses nicht angegeben und liegt das Vermögen über dem sogenannten Schonbetrag, gibt es jede Menge Ärger. Deshalb unser Tipp: Seien Sie ehrlich und fragen Sie lieber einen Experten, wie viel, was und wann Ihnen welche Leistungen zustehen. Wir helfen Ihnen gern. 
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