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Zuviel Hartz IV: Rückforderungen verjähren nach einem Jahr

Zuviel Hartz IV: Rückforderungen verjähren nach einem Jahr
Wenn das Jobcenter einem Bedürftigen zuviel Hartz-IV-Leistungen zahlt, sind diese lediglich innerhalb eines Jahres rückforderbar, so urteilte das Sozialgericht in Gießen schon im Jahr 2013(Az.: S 22 AS 629/13). Wer ein solches Schreiben zum Jahresende  bekommt, sollte die Angaben deshalb  genau prüfen lassen. Die Richter urteilten, dass Leistungen nicht mehr zurückgezahlt werden müssen, wenn die Jobcenter zuviel Zeit verstreichen lassen. In einem damals verhandelten Fall hatte ein Ehepaar eine Rückforderung für Leistungen aus dem Jahr 2011 erhalten. Der Erstattungsbescheid wurde wegen eines Formfehlers aufgehoben, allerdings schickte die Behörde zwei Jahre später erneut einen Brief und forderte das Geld. Das Ehepaar klagte und bekam Recht. Das Jobcenter hätte innerhalb eines Jahres den entsprechenden Bescheid aufheben müssen. Die Rückforderung wurde somit rechtswidrig. Wie immer gilt also: Im Zweifelsfall alle Bescheide prüfen lassen - denn nicht jeder kennt alle Regelungen, Gesetze und Bestimmungen. Denken Sie daran: Post vom Jobcenter enthält in vielen Fällen Fehler, die Ihnen bares Geld kosten. Wir helfen Ihnen kostenlos!
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