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Jobcenter: Kaum erfolgreiche Jobvermittlungen

Jobcenter: Kaum erfolgreiche Jobvermittlungen
Wer arbeitslos wird, glaubt, dass ihm die Arbeitsagentur, bzw. das Jobcenter schnell eine neue Stelle vermitteln könne. Dass die Jobvermittlungen aber wenig erfolgreich vermitteln, zeigen die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA). Arbeitslose, die einen Job finden, tun dies in den meisten Fällen ohne aktive Mithilfe des Jobcenters. Knapp dreiviertel aller Arbeitslosen finden aus eigener Kraft eine neue Stelle. Bei Kurzzeitarbeitslosen fällt die Statistik noch ungünstiger für die „Profivermittler“ aus: 78 Prozent aus dieser Gruppe finden ohne jegliche Mitwirkung eine Anstellung. Augenwischerei im Bereich Hartz IV: Obwohl die Jobcenter bei immerhin 42 Prozent der Vermittlungen die Finger im Spiel hatten, kann man nicht belegen, wie viele davon tatsächlich langfristig beschäftigt werden, oder nur an eine Leiharbeitsfirma vermittelt wurden. Für die ist eine solche Vermittlung keine Perspektive. Denn wer aus Hartz IV vermittelt wird, hat sechs Monate lang keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Für die Statistik sind solche Vermittlungen jedoch dienlich: Immerhin gelten „Aufstocker“ nicht als arbeitslos.  Dafür, dass die Arbeitsagenturen und Jobcenter ihren „Kunden“ so wenig bei der Jobsuche helfen, sanktionieren sie ihre Kunden sehr schnell, wenn diese ihre vorgeschriebene Anzahl von Bewerbungen (Eingliederungsvereinbarung) im Monat nicht erreicht. Egal, ob der Stellenmarkt es überhaupt hergibt, oder nicht. 
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